The Captury

The Captury

The Captury: Was ist eigentlich ein Motion Capture Verfahren?

Die Möglichkeit, detaillierte Bewegungsdaten von realen Personen, Tieren oder technischen Prozessen aufzuzeichnen, ist von großer Bedeutung in vielen Anwendungsgebieten der Wirtschaft und Wissenschaft. In der Medizin, Biomechanik oder den Sportwissenschaften wird Bewegungsanalyse (engl. Motion Capture) eingesetzt, um den Heilungserfolg einer Behandlung oder die Effizienz eines Bewegungsablaufs zu messen.
Motion Capture wird auch im Produktdesign oder der Ergonomieforschung eingesetzt, zum Beispiel, um Rückschluss über die Benutzbarkeit technischer Geräte zu erlangen.
Die Fahrzeugindustrie verwendet Bewegungsmessverfahren in der Unfallforschung, zum Beispiel um aus den gemessenen Daten (neben anderer Sensorik) die Belastung des menschlichen Körpers bei einem Aufprall zu errechnen.
Bewegungserfassung wird heute sogar bei Onboard Systemen von Autos eingesetzt, zum Beispiel um Fußgänger in der Umgebung des Autos und deren Bewegung zu erkennen.

Motion Capture in Film und Games

Motion Capture Verfahren werden aber auch in der Film- und Computerspielebranche eingesetzt. Virtuelle Schauspieler (Avatare) sind elementare Bestandteile von Spezialeffekten und virtuellen 3D Welten. Die Bewegungen dieser Schauspieler werden in der Regel mit Hilfe von Bewegungsmessverfahren an echten Personen aufgezeichnet. Ein weiterer wichtiger Bereich, in dem Bewegungsmessung von immer größerer Bedeutung wird, ist der Bereich Mensch-Maschine Interaktion. Durch Bewegungen und Gesten können Anweisungen an einen Computer oder ein technisches Gerät oft viel effektiver und intuitiver erteilt werden, als dies mit existierenden Eingabegeräten möglich ist.

Innovation made in Saarland

In der Installation im Tiny House der Saarland Roadshow wird das speziell entwickelte Bewegungsmessverfahren von des saarländischen Unternehmens „The Captury“ eingesetzt, um die Bewegung eines Spielers zu erfassen und in Echtzeit auf einen Avatar zu übertragen. Das Verfahren benutzt im Tiny House fest installierte Farbvideokameras. Aus den Bildern kann die Bewegung der Person dreidimensional errechnet werden. Die Bewegungsdaten werden dann an einen zweiten Rechner geschickt, auf dem eine Game Engine den Avatar animiert und das Spiel gesteuert wird.